Kräuselkrankheit Pfirsich

Kräuselkrankheit beim Pfirsichbaum bekämpfen

Die Kräuselkrankheit beim Pfirsich wird durch den Pilz Taphrina deformans ausgelöst. Pilzsporen setzen sich auf neuen Knospen, Zweigen und in den Ritzen der Rinde des Pfirsichbaumes ab. Dort überwintern sie und keimen im Frühjahr, besonders bei feuchtem Wetter. Wenn die Knospen sich öffnen und die Knospenschuppen sich verschieben, gelangt der Pilz auf die Blätter. Auffällig ist, dass die befallenen Stellen dicker sind, als der restliche Blattteil. Zudem sind weiß-grüne bis rote Blasen erkennbar. Auf der Oberseite und der Unterseite der Blätter kann es zur Bildung eines samtigen Belages kommen. Die Blätter kräuseln sich stark und weisen nicht die für den Pfirsichbaum typische Blattform auf. Bevor die erkrankten Blätter vertrocknen und abfallen, geben sie neue Pilzsporen an ihre Umgebung ab. Dort überwintern die Sporen wieder und befallen im Frühjahr die neuen Triebe und Knospen.
Der Pilzbefall wird erst mit dem Kräuseln der Blätter offensichtlich. Doch eine Bekämpfung des Pilzes ist nur möglich, solange die Knospen wachsen und sich noch nicht geöffnet haben. Wann die Knospen wachsen und sich öffnen, ist abhängig vom Wetter. Bei mildem Winterwetter kann es schon im Januar zum Anschwellen der Knospen kommen. Bei kaltem Winterwetter treiben die neuen Triebe meist etwas später. Da die Pfirsichbäume zu den Pflanzen gehören, die frühzeitig austreiben, ist spätestens im März mit dem Anschwellen der Knospen zu rechnen. Um den richtigen Zeitpunkt abzupassen, können einzelne Triebe Anfang Januar mit wetterfester Farbe versehen werden. Wenn die Knospen anschwellen, platzt die Farbe ab. Jetzt sollte die erste Behandlung erfolgen. Für die Behandlung gibt es chemische Pflanzenschutzmittel. Diese dürfen jedoch nicht von Hobbygärtnern eingesetzt werden. Hobbygärtner behandeln ihre Pfirsichbäume mit einem Pflanzenstärkungsmittel. Das Mittel sollte natürliche Pflanzenextrakte und Fettsäuren enthalten. Die Pfirsichbäume werden mit dem Mittel abgespritzt. Für eine erfolgreiche Behandlung der Pfirsichbäume muss das Abspritzen mit dem Stärkungsmittel bis zum Beginn der Blüte mehrfach durchgeführt werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen sollte zwei bis drei Wochen betragen.
Zeigen sich nach diesem Zeitpunkt von der Kräuselkrankheit befallene Blätter und Triebe müssen diese vom Pfirsichbaum entfernt werden. Nur so kann der Befall weiterer Stellen am Baum verhindert werden. Besonders gefährdet sind die in der Zeit von Mai bis Juli neu austreibenden Knospen.
Durch den Pilzbefall verliert der Pfirsichbaum bereits im Frühjahr einen Teil seiner Blätter. Die Assimilationsfläche des Baumes wird kleiner. Dies hat eine Schwächung des Baumes, vermehrten Abfall der Früchte und eine geringere Knospenbildung im nächsten Jahr zur Folge. Bei besonders stark befallenen Bäumen können ganze Triebe absterben. Diese Bäume können meist nicht mehr gerettet werden und müssen später gefällt werden.

Weitere Infos zur Bekämpfung von Krankheiten an Obstbäumen finden Sie auf Gartentalk.net:

Mirabellenbaum pflanzen

Tipps, wie Sie einen Mirabellenbaum richtig pflanzen

Ein Mirabellenbaum im eigenen Garten ist eine reizvolle Idee. Die optimale Pflanzzeit für den Mirabellenbaum ist der Spätherbst. Gegenüber im Frühjahr gepflanzten Bäumen hat der Baum dann ein kräftigeres Wurzelwerk. Aber auch eine Pflanzung im Frühling ist möglich, meist sind die Bäumchen dann auch günstiger. Wenn Sie den kleinen Baum in der Gärtnerei kaufen, sollten Sie außerdem darauf achten, dass er bereits kräftige Wurzeln besitzt. Außerdem sollten Sie auf robuste Sorten achten, bei denen keine Pflanzenschutzmittel benötigt werden, um Schädlinge oder Pilzkrankheiten abzuwehren.
Mirabellen gedeihen auch auf kargen Böden, jedoch ist eine gute Gartenerde zum Pflanzen allemal besser als steiniger Boden. Das Anwachsen funktioniert so auch besser.
Vor dem Pflanzen sollte neben das Pflanzloch eine Stütze für das Bäumchen in die Erde getrieben werden, etwa in Form einer Stange oder einem Pfahl, an dem das Mirabellenbäumchen vorerst angebunden werden kann um festeren Halt zu bekommen. Beim Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass die Veredelungsstelle des Bäumchens etwa eine Handbreit über der Erde liegt.
Jungpflanzen benötigen etwas Zeit bis zur ersten Blüte. Ein zu scharfes Rückschneiden sollte bei den jüngeren Pflanzen unterbleiben, weil der Rückschnitt die Jugendphase verlängert. Am besten ist es, einen jungen Baum die ersten ein bis zwei Jahre überhaupt nicht zu schneiden. Die erste Blütezeit sollte mit etwa drei Jahren erfolgen.
Bei älteren Mirabellenbäumen kann der Rückschnitt direkt nach der Ernte im Spätsommer erfolgen. Dazu werden die Äste am Scheitelpunkt abgeschnitten. Diese Methode ist hilfreich, um dem frühzeitigen Altern von  Mirabellenbäumen vorzubeugen.

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