Rote Bete Anbau

Rote Bete aus eigenem Garten: gesund, schmackhaft, sehr vielseitig

Rote Bete (Rote Beete), auch rote Rüben oder Rahner genannt, ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen und wirkt blutbildend. Doch nicht nur wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung sollte Rote Bete in keinem Biogarten fehlen – das Wurzelgemüse schmeckt ausgezeichnet!

Rote Bete ist sehr anspruchslos und einfach zu ziehen. Die Pflanze braucht auch nicht viel Sonne und gedeiht selbst an halbschattigen Standorten ausgezeichnet.
Ist das Beet normal gepflegt, muss man gar nicht zusätzlich düngen. Zur Vorbereitung für die Aussaat genügen im Herbst etwas Kompost und das Abdecken des Beetes mit Mulch. Mulchen hält die Bodenfeuchtigkeit, die Rote Bete unbedingt braucht. Gute Nachbarpflanzen sind Kohlrabi, Salat, Gurken und Buschbohnen.

Ab April kann Rote Bete im Freien ausgesät werden. Da die Samenkörner recht groß sind, lassen sie sich auch gut dosieren. Dafür sollte je 2 Körner etwa im Abstand von 10 cm gelegt werden. Später ist darauf zu achten, dass nur die starken Pflanzen weiterwachsen. Rote Rüben können zwar auch verpflanzt werden, erholen sich allerdings nicht gut davon. So ist es besser, schon im Vorfeld das spätere Vereinzeln zu vermeiden und schwache Triebe zu entfernen. Sollte das Vereinzeln trotzdem erforderlich sein, muss der Boden für das Umsetzen richtig feucht sein.

War die Aussaat dicht, kann man im laufenden Sommer zur Ernte fortwährend kleine Früchte herausziehen. Späte Ernten gräbt man am besten im Oktober, vor dem ersten Frost, heraus.
Die späte Aussaat von Mai bis Juni lässt besonders zarte Früchte heranreifen, die sich sehr gut für Wintervorräte eignen. Wichtig bei der Ernte ist, dass Rote Bete nie verletzt wird, sonst läuft der kostbare rote Saft aus. Darum dreht man die Blätter ganz vorsichtig ab, sodass das Herz erhalten bleibt.
Rote Bete kann man auch hervorragend in Essig konservieren. So eingelegt passt das Gemüse zu vielen herzhaften Gerichten.

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Stangenbohnen anbauen

Stangenbohne im eigenen Garten anbauen

Werden einige Grundregeln beachtet, ist es gar nicht so schwierig, durch Eigenanzucht von Stangenbohnen reichliche Ernten zu erzielen. Zur Vorbereitung ist zunächst der Bodenbeschaffenheit ein Augenmerk zu widmen: Stangenbohnen mögen keine zu schweren, lehmigen Böden. Falls notwenig, ist der Boden durch Zugabe von etwas Humus oder abgepackter Pflanzerde und Sand zu durchlockern.

Entscheidend ist sodann die richtige Sortenwahl. Die robusten Prunk- oder Feuerbohnen eignen sich auch für den Anbau in kühleren Regionen. Von ihr wurden längst fadenlose Sorten gezüchtet; ihre flachen und bis zu über 30 cm langen Früchte dürfen aber nicht zu lange hängen, damit sie nicht „glasig“ werden. Die Feuerbohne steckt kalte Nächte während der Keimung besser weg als andere Sorten; zudem sind die Keimlinge enorm kräftig und fallen nicht so leicht dem Schneckenfraß zum Opfer. Stangenbohnen mit rundlichen, deutlich kleiner bleibenden Früchten in Grün, Blau oder Gelb entwickeln vom Habitus her einen weit zierlicheren Wuchs und sind weit weniger tolerant gegen extreme Wetterschwankungen; dies gilt erst recht für die „Wachsbohnen“ mit ihren glänzenden Schoten.

Bohnensamen dürfen erst nach den letzten zu erwartenden Spätfrösten im Frühjahr – also nicht vor Mitte Mai – gesteckt werden. Um den hartschaligen Samen die Keimung durch „Vorquellen“ zu erleichtern, ist es hilfreich, sie vor dem Stecken über Nacht in einer Schale mit Wasser „einzuweichen“.

Als Bohnenstangen sollten Rundhölzer gewählt werden, da Stangenbohnen „windend“ klettern und sich mit Kanthölzern daher schwer tun. Die Stärke muss auf jeden Fall mindestens der eines Besenstiels entsprechen, da Laubwerk und Fruchtbehang einiges Gewicht entwickeln. Die Bohnenstangen dürfen auch nicht zu kurz bemessen werden, da etwa die Feuerbohne locker Wuchshöhen von 2,5 bis drei Metern erreicht. Natürlich ist dafür zu sorgen, dass Bohnenstangen genügend Standfestigkeit bei heftigem Wind entwickeln. Anstatt sie einzeln und in Reihe aufzustellen, bewährt es sich besser, jeweils drei, fünf oder sieben Stangen in der Form eines Rundzeltes zu gruppieren und oben mit einem festen Hanfstrick oder Kabelbindern aneinander zu fixieren.

Je nach Wuchsstärke und Ertragsreichtum der gewählten Sorte werden dann um jede Stange fünf bis acht Samen gesteckt. Fallen einzelne Samen wegen widriger Witterung aus, kann man problemlos nachstecken, da Stangenbohnen meist in drei bis fünf Tagen keimen. Wichtig besonders in regenreichem Frühjahr: den Schneckenschutz der Keimlinge nicht vergessen! Denn zarte kleine Stangenbohnen-Pflanzen gehören leider zu den Leibspeisen der Schnecken. In langen Trockenperioden müssen Stangenbohnen aufmerksam gewässert werden, da sie sonst oft den Fruchtansatz verweigern. Besondere Düngung ist hingegen nicht erforderlich.

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Aussaat im Garten

Infos zur Aussaat im Garten

Im Frühling hält es so mancher Hobbygärtner kaum mehr aus, bis die richtige Zeit zur Aussaat im Garten gekommen ist. Trotz aller Ungeduld ist es aber doch sinnvoll abzuwarten, bis die Erde warm und nicht mehr allzu feucht ist, um den Samen für Nutz- und Zierpflanzen die bestmöglichen Voraussetzungen zum schnellen Keimen zu bieten. Ein zu nasser Boden ist nur schwer zu bearbeiten, er birgt auch die Gefahr, dass das Saatgut fault, bevor es die Gelegenheit hat zu keimen. Andere Samen bringen zwar schnell die ersten Triebe an die Erdoberfläche, diese erfrieren aber gerne bei den Nachtfrösten, die sich noch bis in den Monat Mai hinziehen können.
Die richtige Zeit zur Aussaat im Freiland ist deshalb immer abhängig von Gegend und Klima, vom Wetter im entsprechenden Frühling und von der Art der Samen. Besser etwas später aussäen als zu früh, dann ist der Erfolg fast garantiert. Selbst wenn die frühzeitig ausgesäten Samen keinen Schaden nehmen, so kommen die jungen Pflänzchen doch in den meisten Fällen nicht schneller ans Tageslicht, als bei später ausgebrachtem Saatgut.
Wenn der Boden dann abgetrocknet und leicht zu bearbeiten ist, können die ersten Vorbereitungen beginnen. In die gut gelockerte Erde, die am besten im Herbst bereits vorbereitet und je nach geplanter Aussaat gedüngt worden ist, kommen nun die Samen, die in der Regel immer gerade soweit im Boden sein sollen, dass sie von einer Erdschicht entsprechend ihres eigenen Umfangs bedeckt werden. Die Erde auf den Samen wird nun leicht angedrückt und eventuell sogar mit Tannenzweigen oder Tüchern abgedeckt, um die Vögel abzuhalten. Die bedeckten Flächen müssen aber regelmäßig kontrolliert werden, damit sie, sobald die ersten Triebe an die Oberfläche kommen, entfernt werden können.
Je nach Art des Saatgutes und entsprechend der Empfindlichkeit der kleinen Pflänzchen kann früher oder später ausgesät werden. So sollen beispielsweise Bohnen erst nach den so genannten Eisheiligen Mitte Mai im Freiland ausgebracht werden, da sie sehr schnell keimen, die ersten Triebe aber sehr frostempfindlich sind. Radieschen dagegen können gut bereits im April gesät werden.
Um unter der gärtnerischen Ungeduld nicht zu sehr zu leiden und vor allem, um das Wachstum im Garten später zu beschleunigen, ist es sinnvoll, Salat, Kohl, Tomaten, Gurken und Zucchini vorzuziehen. Auch für manche Blumen bietet sich diese Möglichkeit an. Schon im Januar kann so auf der Fensterbank oder im Gewächshaus gesät werden und sobald die Tage dann warm und die Nächte frostfrei werden, können bereits widerstandsfähige Pflanzen in den Garten gesetzt werden.