Schalotten pflanzen

Informationen zur Pflanzung, Züchtung und Verwendung

Die Schalotte wird auch Frühlingszwiebel genannt und besitzt einen feineren, nicht so scharfen Geschmack wie die normale Zwiebel. Scharfes Anbraten lässt sie häufig schal oder bitter werden, aber ihr würziges und süßliches Aroma macht sie im rohen Zustand zu einer idealen Zutat für Fleisch, Salate und Essigmarinaden. Auch die jüngeren Blätter können verwendet werden.
Die Schalotten benötigen für ein gutes Wachstum einen lockeren, sandigen Boden, der nicht zu Staunässe neigt und viel Sonne erhält. Andere Böden verträgt sie aber ebenfalls. Optimal ist ein Boden, der bereits ein Jahr lang biologisch gedüngt wurde und wo die Schalotte auf eine andere Kulturpflanze folgt.
Die Schalotten werden im März oder April in den Boden gesetzt. Da sie zu Mehltau neigen, sollte der Platz windig sein und die Pflanzen größere Abstände voneinander haben: 15 cm in jede Richtung. Somit stehen auch die Reihen am besten in 15 cm Abstand voneinander und der Wind kann jede Pflanze gut erreichen.
Ein Schädling, der Schalotten gern aufsucht, ist die Zwiebelfliege. Bei ihrem Auftreten sollten die Pflanzen mit einem Netz bedeckt werden.
Schalotten besitzen wenig Widerstandskraft gegen Unkraut. Aus diesem Grund muss das Beet jederzeit vor Verunkrautung geschützt werden. Bei Trockenheit ist eine regelmäßige Bewässerung bis zum August notwendig.
Zu diesem Zeitpunkt beginnt das Laub zu vertrocknen und dies ist auch der Maßstab für den Erntezeitpunkt: Die Schalotten werden geerntet, wenn das Laub sämtlicher Pflanzen zu einem Drittel abgeknickt oder abgestorben ist. Die geernteten Schalotten werden nun trocken gelagert. Durch Darren über einem Ofen können sie bis zu einem Jahr konserviert werden.
Möchte man Schalottensaat zur Zucht erhalten, werden die Pflanzen von Anfang an stark gedüngt und nicht geerntet, sondern es wird die Reife der Saat abgewartet. Im Folgejahr kann im Monat Februar die Saat unter Glas vorgezogen werden; sie bleibt jedoch auch bis zu drei Jahre keimfähig.

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Gemüselagerung

Die optimalen Gemüselagerungsorte

Für alle, die größere Mengen Gemüse kaufen oder selbst anbauen möchten, stellt sich die Frage der Lagerung. Gemüse muss so gelagert werden, dass es nicht verdirbt, sich möglichst lange frisch erhält und zum Verzehr geeignet bleibt. Viele Gemüsesorten eignen sich durchaus für eine längere Lagerung. Eine Ausnahme bilden Blatt- und Kohlgemüse, die relativ schnell verderben und daher zeitnah nach der Ernte zubereitet und verbraucht werden müssen. Gut lagern lassen sich Gemüsesorten wie Möhren, Rüben und Kartoffeln, die man immer wieder in der Küche braucht und daher durchaus in größeren Mengen auf Vorrat beschaffen kann.

Vorbereitung der Einlagerung von Gemüse
Voraussetzung für eine erfolgreiche Lagerung ist der gute Zustand des Gemüses. Es sollte keine Beschädigungen aufweisen, muss frei von Schädlingen sein, und anhaftende Erde muss vorher gründlich entfernt werden. Die Säuberung muss allerdings ohne Wasser vorgenommen werden, da Gemüse absolut trocken eingelagert werden muss. Wasser fördert die Bildung von Schimmel und das Verderben von Gemüse. Um Nässe aus dem einzulagernden Gemüse heraus zu bekommen, kann man es vor der Einlagerung noch ein wenig in der Sonne trocknen lassen.

Der Keller als idealer Lagerort
In gewöhnlichen Haushalten ist der Keller der am besten geeignete Lagerort für Gemüse und Obst. Die Temperatur-, Licht- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen sind im Keller normalerweise ideal. Die Lagerung im Keller ist kühl und trocken, was Verfaulen und Schimmelbildung vorbeugt oder stark verzögert. Die Dunkelheit im Keller verhindert ein Auskeimen von Gemüse, wofür nämlich Licht erforderlich ist. Besonders wichtig ist eine gut dosierte Luftfeuchtigkeit. Sie darf nicht zu trocken sein, denn dann dörrt das Gemüse aus. Sie darf aber auch nicht zu feucht sein, weil sich ansonsten Schimmel bildet und sich der Verfallsprozess beim Gemüse beschleunigt. Es ist empfehlenswert für die Lagerung Kisten zu verwenden. Darin kann man das Gemüse ordnen und auch über längere Zeit verstauen. Beim Stapeln sollte man vorsichtig vorgehen, um die Pflanzen nicht zu beschädigen. Für die Lagerung von Kartoffeln gibt es Säcke, Tonnen oder spezielle Kisten, aus denen dann bei Bedarf Kartoffeln geschöpft werden können.

Alternative Lagerungsorte
Verfügt man über keinen Kellerraum oder entspricht er nicht den genannten Bedingungen, gibt es einige alternative Lagerungsmöglichkeiten für Gemüse im Haus. Im Winter kommt beispielsweise der Dachspeicher in Frage, wo in der Regel die Temperatur-, Licht- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen geeignet sind. Allerdings kann man dort, anders als im Keller, keine Lagerung über das ganze Jahr hinweg betreiben, weil sich der Speicher im Sommer stark aufheizt und es zu warm wird. Eine bessere Alternative ist eine fensterlose Vorratskammer im Bereich der Küche. Hier lassen sich Lebensmittel dunkel und trocken lagern. Die Vorratskammer hat zudem den Vorteil, dass man sich aus ihr viel schneller und gezielter bedienen kann als aus dem Keller. Einziger Nachteil ist, dass die Temperaturen dort normalerweise höher sind als im Keller.

Gefrierschrank oder Gefriertruhe
Wenn man weniger haltbare Gemüsesorten konservieren möchte oder über keine geeigneten Lagermöglichkeiten im Haus verfügt, empfiehlt es sich, Gemüse in einem Gefrierschrank oder einer Gefriertruhe einzufrieren. Dies hat zwar den Nachteil, dass das Frischearoma verloren geht und man vor der Verarbeitung der Lebensmittel, sie rechtzeitig herausnehmen und auftauen muss. Dafür sorgt das Einfrieren für eine deutlich längere Haltbarkeit als eine anderweitige Lagerung. Außerdem erhält das Einfrieren die Vitamine des Gemüses.

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Schädlinge Gemüsegarten

Schädlinge und Krankheiten im Gemüsegarten

Neben einer durchdachten Fruchtfolge, der Auswahl von hochwertigem Saatgut sowie einer guten Bodenbearbeitung sorgen vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheits- und Schädlingsbefall für hohe Erträge in der Gemüseernte. Dazu ist es wichtig, dass der Gärtner die Krankheiten und Schädlinge kennt, die den Gemüsesorten gefährlich werden können.

Wer Tomaten pflanzt, sollte daran denken, ihnen einen Dachunterstand, eine Folienbespannung, bestenfalls ein Gewächshaus zu gönnen, welches sie vor Regen schützt. Wichtig ist das Gießen der Tomaten von unten, damit kein Gießwasser an die Blätter gelangt. Außerdem sollte für eine gute Durchlüftung im Gewächshaus gesorgt werden, damit sich kein Kondensat bildet. Dies sind die sichersten vorbeugenden Maßnahmen gegen Braun- und Krautfäule. Diese Krankheit wird durch den Pilz Phytophthora infestans ausgelöst, der neben Tomanten auch Kartoffeln oder Petunien schädigt. Feuchte Witterung und Nässe auf Pflanzenteilen begünstigen die Ausbreitung des Pilzes. Erste Anzeichen von Befall sind braune und vertrocknete Blätter sowie dunkelfleckige Früchte. Sie sind ungenießbar und müssen ebenso wie befallene Pflanzenteile schnellstens entfernt werden. Auf den Komposthaufen gehören sie nicht. Im Anfangsstadium kann eine Spritzung mit Kupfer-Präparaten helfen, meist gelingt es aber nicht mehr, die Pflanzen zu retten.

Kohlgemüse ist hauptsächlich von der Weißen Fliege, die auch unter dem Namen Mottenschildlaus bekannt ist, betroffen. Dieser Schädling legt seine Eier auf Blattunterseiten ab. Schlüpfen die Raupen, saugen sie permanent Pflanzensaft und schädigen die Kohlpflanzen so lange, bis diese absterben. Erst, wenn die Raupen in das Stadium der Verpuppung eintreten, verlassen sie ihre Wirtspflanzen wieder. Als vorbeugende Maßnahme kommt das Überspannen gefährdeter Gemüsesorten mit Vlies oder einem engmaschigen Netz in Betracht. Wo das nicht möglich ist, sollten die Pflanzen regelmäßig auf Befall kontrolliert werden. Im Gewächshaus hat sich außerdem der Einsatz von natürlichen Fressfeinden bewährt. Marienkäfer und Schlupfwespen gehören dazu. Auch im Freiland lohnt es sich, die Umweltbedingungen so zu gestalten, dass sich Nützlinge wohl fühlen. Das Aufstellen eines Insektenhotels an einer wetterabgewandten Schuppenwand ist nur ein Beispiel hierfür. Reichen diese ökologischen Maßnahmen nicht aus, können betroffene Pflanzen mit einer Seifenlauge besprüht werden.

Nicht nur Zierpflanzen, auch Gemüsepflanzen haben oft unter Blattläusen zu leiden. Blattläuse entziehen den Pflanzen nicht nur Pflanzensäfte, sie sorgen durch ihre zuckerhaltigen Ausscheidungen auch dafür, dass sich Schwärzepilze oder Rußtau ansiedeln. Ebenfalls vom sogenannten Honigtau angelockt werden andere Insekten, wie Ameisen, die sich dann wiederum regelrechte Blattlauskolonien züchten. Ein starker Blattlausbefall kann zu totalen Ernteausfällen führen, so dass es angezeigt ist, diese Schädlinge bereits im Frühstadium zu beseitigen. Auch hier ist der Einsatz von natürlichen Fressfeinden ein ökologisches Mittel der Wahl. Ebenfalls bewährt hat sich das Besprühen von betroffenen Pflanzen mit einem Brennnesselsud oder einer Seifenlauge. Auch eine Mischung aus Wasser und Nikotinresten kann helfen.

Auch wenn er nicht alle Jahre gleich stark auftritt, ist der Kartoffelkäfer ein Schädling im Gemüsegarten, der neben der Braunfäule für die größten Ernteausfälle bei Kartoffeln sorgt. Der Kartoffelkäfer ernährt sich, ebenso wie seine Larven, von Pflanzenteilen der Nachtschattengewächse. Seine Fresssucht ist so enorm, dass innerhalb kürzester Zeit riesige Flächen kahl gefressen sein können. Ab Juni sollten Kartoffeln regelmäßig auf Befall kontrolliert werden. Die Käfer sind an ihrer schwarz-gelb-gestreiften Färbung zu erkennen. Eier sind gelb, Larven rötlich. Natürliche Fressfeinde hat der Kartoffelkäfer kaum. Vorbeugend hat sich das Bespannen der Kartoffelpflanzen mit engmaschigen Netzen bewährt. Der Hobbygärtner wird sich mit dem Absammeln der Käfer abfinden müssen, will er auf den Einsatz von Insektiziden verzichten. In der Landwirtschaft werden auf großen Flächen Bio-Collektoren genutzt.

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Rettich anbauen

Rettich im eigenen Garten anbauen

Rettiche bilden eine eigenständige Pflanzengattung innerhalb der Kreuzblütengewächse. Der Rettich gehört zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt. Bereits die alten Ägypter schätzten ihn als Nahrungs-, aber auch als Heilmittel. Rettichwurzeln enthalten so viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, dass schon der Verzehr einer Wurzel den Tagesbedarf eines Erwachsenen deckt.

Rettich wird in Sommer- und Winterrettich unterschieden. Letzterer lässt sich bei entsprechender Lagerung bis zum Frühjahr konservieren. Beide Arten bevorzugen einen durchlässigen, lockeren Boden, der möglichst mittelschwer sein sollte. Stallmist oder Kalkgaben werden nicht vertragen. Reifer Kompost hingegen, der kurz vor der Aussaat in den Boden eingearbeitet wird, fördert das Wachstum. Frühe Sorten gedeihen am besten an sonnigen Plätzen, späte Sorten sind auch mit einem Platz im Halbschatten zufrieden.

Sommerrettich wird ab März ausgesät. Eine Vorkultur unter Glas hat sich bewährt. Nach etwa zwei Wochen werden die Pflänzchen ins Freie gebracht und ins Beet gesetzt. Der Abstand von Pflanze zu Pflanze variiert je nach Sorte und beträgt durchschnittlich 30 Zentimeter. Bei einer Direktaussaat im Freien müssen die Pflanzen vereinzelt werden, damit die Wurzeln sich ausreichend ausbreiten können. Gewässert wird entsprechend der Witterung, wobei in der Wachstumsphase regelmäßige Wassergaben Bedingung für hohe Erträge sind. Geerntet wird Sommerrettich ab Juni. Er muss frisch verbraucht werden.

Winterrettich wird direkt im Freiland ausgesät. Die günstigsten Monate sind Juni und Juli. Spätester Aussaattermin ist Anfang August, damit sich die Wurzeln noch ausreichend entwickeln können. Winterrettich lässt sich bereits nach zwei Monaten ernten. Vor den ersten Nachtfrösten sollte er aus dem Boden genommen und eingelagert werden. Dazu empfiehlt es sich, die Wurzeln in feuchten Sand einzuschlagen, wo sie kühl und frostfrei aufbewahrt werden. Sie können bis zum zeitigen Frühjahr verwendet werden.

Rettich wird häufig von der Rettichschwärze befallen. Von diesem Pilz befallenes Gemüse muss vernichtet werden. Schädlingen lässt sich durch den Einsatz von natürlichen Fressfeinden und ausreichendes Wässern vorbeugen.

Radieschen anbauen

Wie Sie Radieschen im Garten richtig anbauen…

Radieschen gehören ebenso wie die Rettiche zu den Kreuzblütlern. Woher sie tatsächlich stammen, ist nicht bekannt. In Europa kennt man dieses Gemüse ab Mitte des 16. Jahrhunderts und nutzt sowohl seinen scharfen Geschmack in der Küche als auch die gesundheitliche Wirkung in der Naturheilkunde. Radieschenknollen enthalten die Vitamine A, B1 und C, außerdem Eiweiße und Mineralstoffe.

Radieschen eignen sich je nach Sorte für den frühen, mittleren oder späten Anbau. Aufgrund ihrer schnellen Entwicklung nutzt der Gärtner sie gern als Zwischenfrucht. Im Frühjahr benötigen sie sechs Wochen, bis man sie ernten kann. Im Sommer sind es sogar nur vier Wochen.

Der Boden sollte durchlässig, aber nicht zu leicht sein. Ansonsten neigen Radieschen zum Schossen. Gleichbleibende Feuchtigkeit ist wichtig, damit ein Verholzen vermieden wird und sich die Knollen kurzfristig entwickeln können. Staunässe allerdings vertragen Radieschen nicht. Vor dem Anbau empfiehlt sich das großzügige Einarbeiten von gut durchrottetem Kompost.

Die erste Aussaat erfolgt ab März im Freiland, ein Folienschutz ist allerdings bis zum Ende der Frostperiode noch nötig. Auch im Gewächshaus lassen sich Radieschen im zeitigen Frühjahr anbauen, spätere Aussaaten gelingen nicht. Es ist darauf zu achten, dass die Saat nicht zu dicht in den Boden gebracht wird. Gegebenenfalls muss vereinzelt werden, damit sich die Knollen ausreichend entwickeln können. Der Abstand in der Reihe sollte drei bis fünf Zentimeter betragen. Die Saat ist nur dünn mit Erde zu bedecken. Folgesaaten können je nach Sorte bis in den Herbst erfolgen. Der Standort darf im Frühjahr und Herbst gern sonnig sein, während der Sommermonate wird jedoch Halbschatten bevorzugt. Als Mischkultur eignet sich der Anbau von Radieschen mit Möhren, Zwiebeln und Kohlrabi. Neben Kürbis, Gurken und Melonen stehen sie besser nicht.

Weiße Fliege, Springschwanz und Erdfloh können dem Radieschen gefährlich werden. Oft hilft eine Umstellung der Bodenverhältnisse und Pflegemaßnahmen, ohne dass Insektizide zum Einsatz kommen müssen.

Endiviensalat pflanzen

Endivie im eigenen Garten pflanzen

Der schmackhafte und knackige Endiviensalat darf in keinem noch so kleinen Garten fehlen. Aber etwas Sonne und einen nährstoffhaltigen Boden benötigt die Endivie schon, um richtig zu gedeihen. Sie muss mäßig, aber regelmäßig gegossen werden, um das so genannte „Schießen“ zu vermeiden.

Im geschützten Frühbeet kann Endiviensalat schon ab Ende März ausgesät werden. Sobald die Pflänzchen einige Zentimeter hoch gewachsen sind, kann man sie zum ersten Mal verziehen. Die ausgerupften kleinen Pflanzen kommen in den nächsten Salat und somit auf den Tisch, denn es wird nichts weggeworfen.Um schöne, große Salatköpfe zu bekommen, muss man den Pflanzen genügend Platz einräumen.
Ins Freiland sät man die Endivie ab Mai bis Juni in Reihen mit einem Abstand von mindestens dreißig Zentimeter. Es ist sehr praktisch, wenn der Samen alle zehn bis vierzehn Tage gesät wird, denn dann hat man immer reifen Salat im Garten. Wie im Frühbeet verzieht man ebenfalls im Freiland kleinen Pflanzen, bis auch innerhalb der Reihe ein Abstand von mindestens dreißig Zentimetern zwischen den Salatköpfen ist.

Schnecken essen Endiviensalat genau so gerne wie alle übrigen Salatsorten, deshalb sollte man sie einsammeln. Nützt das nichts, so hilft eine selbst gebaute Bierfalle mit Sicherheit. Schneckenkorn ist giftig und sollte nicht eingesetzt werden.
Endivie eignet sich für ein Mischbeet hervorragend und verträgt sich vor allem gut mit allen Kohlpflanzen. Endiviensalat enthält Kalium und Kalzium und ist reich an Vitamin A.

Weitere Salatsorten zum Anbau im eigenen Garten:

Blumenkohl im Garten

Was sollten Sie beachten?

Wer möchte nicht den Blumenkohl aus dem eigenen Garten genießen! Denn es gilt unbestritten: Was selbst angebaut ist, schmeckt gleich viel besser. Und zudem ist der selbst gezogene Blumenkohl meistens noch giftfrei gezogen und von so frischer Qualität, wie man ihn nicht einmal auf dem Markt kaufen kann.

Doch nicht immer ist es so einfach, einen guten Blumenkohl zu ziehen. Denn so mancher Schädling hat den leckeren weißen Kohl schon entdeckt, bevor er groß gewachsen ist. Dazu kommt, dass alle Kohlarten, insbesondere aber der Blumenkohl, ein sehr anspruchsvoller Gast im Garten ist.

Das bedeutet eine gute Bodenvorbereitung. Damit Kohl gut gedeiht, sollte das sonnig liegende Gartenland auf jeden Fall unkrautfrei sein. Wer einen allzu festen tonigen Boden hat tut gut daran, diesen mit der Grabegabel richtig tief zu lockern. Ideal wäre es, jetzt ausgereiften Kompost mit einzuarbeiten.
Kompost besitzt nicht jeder Hobbygärtner. Manchmal kann man ihn aber in der Region in Kompostieranlagen kaufen. Wenn nicht, dann genügt auch ein guter Langzeitdünger für Gemüse.

Ist das Gartenbeet also tiefgründig gelockert und feinkrümelig, dann kann der Blumenkohl gepflanzt werden.
Es empfiehlt sich bei der Pflanzung im Juni auf schoßfeste Sommersorten zurück zu greifen.

Der Blumenkohlsetzling aus der Gärtnerei sollte nun in einem Abstand von 40 bis 50 Zentimeter zum nächsten
Blumenkohl gesetzt werden. Pflanzt man mehr als eine Reihe, sollte der Reihenabstand ebenfalls mindestens 50 Zentimeter betragen. Ist der Blumenkohlsetzling in der Erde, dann die Erde ringsum gut andrücken und kräftig angießen. Wenn etwas angetrockneter Rasenschnitt zur Verfügung steht, kann man damit mulchen.
Wenn die Region von Schnecken geplagt ist, empfiehlt es sich, gleich einige Körnchen um den jungen Blumenkohl herum zu streuen.

Blumenkohl benötigt viel Wasser und viele Nährstoffe. Etwa eine Woche nach der Pflanzung kann jetzt Langzeitdünger für Gemüse laut Packungsangaben oberflächlich in die Erde eingeharkt werden.
Wer ganz sicher gehen möchte, schützt seinen Blumenkohl mit einem Schutznetz für Gemüse vor unliebsamen Besuchern wie beispielsweise dem Kohlweisling.

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Erbsen pflanzen

Erbsen im eigenen Garten pflanzen – was ist zu beachten?

100 Gramm Samen enthalten den verschiedenen Sorten entsprechend ca. 350 bis 400 Körner. Die Keimdauer beträgt zwischen 8 und 10 Tagen. Für einen Quadratmeter wird etwa 25 g Saat gerechnet. Diese sollte 3 bis 5 cm tief in den Boden gelegt werden, um dem Vogelfraß vorzubeugen.

Die Aussaat kann von März bis Mai/Juni in gut gedüngten Boden erfolgen. Für Spätaussaaten sind nur frühe Sorten geeignet. In das ein Meter breite Beet werden für niedrige Sorten vier Rillen gezogen, die je 6 cm tief sein sollten. Die Saatkörner werden nun in einem Abstand von etwa 3 cm in die Rillen hineingelegt, anschließend gut zugehackt und festgeklopft. Reisig eignet sich außerdem als Abdeckung gegen hungrige Vögel. Sind die Pflanzen etwa 15 cm hoch aus dem Boden gewachsen, müssen die Reihen angehäufelt werden. Niedrige Sorten kommen in der Regel gerade noch ohne Rankhilfen aus.
Hohe Sorten der Erbsenpflanze brauchen mehr Platz. Sie dürfen nur in zwei Reihen mit einem Abstand von 40 bis 50 cm gelegt werden. Zwischen je zwei Reihen soll die Entfernung ca. 60 cm betragen. Hohe Sorten sind auf Rankhilfen unbedingt angewiesen. Stützen aus dem Sortiment von Gartencentern sind dabei ebenso hilfreich wie einfacher Maschendraht oder auch Reisig. Hierfür kann man aufgesammelte Zweige mit entsprechender Höhe verwenden, die im Abstand von 5 bis 10 Zentimetern neben den Pflanzen fest in die Erde gesteckt werden.

Die Erntezeit richtet sich nach den unterschiedlichen Erbsensorten. Frühe Sorten sind nach etwa 60 Tagen pflückreif. Durch geschicktes Auslegen mit Blick auf die Reifezeit der verschiedenen Sorten ist bei der Ernte durchgehend für Anschluss gesorgt. Bei Zuckererbsen verlängert sich übrigens die Entezeit, wenn die jungen Schoten immer rechtzeitig gepflückt werden. Grundsätzlich lohnt es sich, die sortenspezifischen Beschreibungen auf den Saattüten gut durchzulesen und diese auch für später auftauchende Fragen aufzuheben.

Als gefährlicher Schädling muss vor allem der Blattrandkäfer beachtet werden. Getreu seinem Namen sind angefressene Blattränder ein Zeichen, das er sein Unwesen treibt. Sind die Erbsen schon höher gewachsen, entkommen sie seinem Fraß. Daher ist es gut, die jungen Pflanzen fleißig zu gießen, um ihren Wachstum zu fördern.
Auch der Mehltau kann sich im Sommer durch seinen typischen mehligen Belag an den Pflanzen bemerkbar machen. Rechtzeitiges Behandeln ist notwendig.

100 Gramm frische Erbsen enthalten etwa 65 Kalorien, im getrockneten Zustand erhöht sich der Wert auf 310 Kalorien. Vitamine sind in frischen Erbsen als A, B 1, B 2 und C enthalten und in getrockneten Erbsen sind es die Vitamine A, B, C und E.

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Preiselbeeren pflanzen

Im eigenen Garten anpflanzen ist nicht schwer…

Preiselbeeren sind äußerst gesunde und vitaminreiche Früchte. Sie selbst anzubauen ist nicht schwer und bringt als Ergebnis eine Beerenernte, mit der sich viel anfangen lässt.
Die Preiselbeeren ist eine immergrüne Strauchpflanze, wird zwischen 10 und 30 cm hoch und gehört zu den Heidekrautgewächsen. Dementsprechend sind ihre Anforderungen an den Boden: Er sollte leicht sauer sein mit einem pH-Wert von 5 bis 6. Auch sandige oder moorige Böden eignen sich gut. Bei einem hohen Sandgehalt kann der Boden durch die Einarbeitung von Moorbeeterde etwas saurer gestaltet werden. Wenn andere Gartendünger eingesetzt werden, muss darauf geachtet werden, dass sie kein Chlor enthalten – Preiselbeeren vertragen ihn nicht. Auch kalkhaltige Böden eignen sich nicht für den Anbau der Preiselbeere. Im Gegenzuge sind sie relativ unempfindlich gegenüber Schädlingen.
Der Standort der Pflanzen sollte im Halbschatten liegen. Frost bis -20 Grad schadet den Preiselbeeren nicht und im Sommer vertragen sie auch Trockenheit recht gut. Nur bei langen, heißen Trockenperioden benötigen sie eine Wässerung um nicht vollständig auszutrocknen.
Im Hebst können die Beeren gesät oder aber im Frühling als Stecklinge gepflanzt werden. Im Fall des Aussäens braucht die Einsaat Frost, denn die Preiselbeere ist ein so genannter Kaltkeimer. Die einzelne Pflanze benötigt Platz, weshalb die Saat bzw. die Stecklinge mit einem Abstand von etwa 30 cm gesetzt werden sollten. Ein Anbau in Reihen erleichtert später das Pflücken.
Die Preiselbeere darf auf keinen Fall mit Unkrautvernichtungsmitteln behandelt werden. Darauf reagiert sie in hohem Maße empfindlich – die Pflanzen müssen von Hand von Unkraut frei gehalten werden.
Nach der Blüte können die Triebe leicht zurückgeschnitten werden um das Wachstum zu bremsen. Die Ernte findet generell in den Monaten August und September statt, wobei die Beeren sorgfältig einzeln gepflückt werden.
Mittlerweile gibt es für den Anbau im eigenen Garten diverse Sorten mit unterschiedlichen Ausprägungen. Vor dem Kauf ist eine Beratung angebracht, damit die Sorte und der Garten zueinander passen.

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Lilien Pflege

Lilien sind anspruchsvoll in der Pflege

Keine Zierpflanze wird vom Menschen länger kultiviert als die Lilie. Dies verwundert nicht, da die Blüten der über 100 Lilienarten von atemberaubender und unverwechselbarer Schönheit sind. Die Lilie ist als Garten- und Schnittpflanze präsent, des Weiteren ist sie eine beliebte Zierpflanze im Haus.

In der Pflege ist die Lilie relativ anspruchsvoll. Die Pflanzen brauchen einen hellen Standort, an dem sie außerhalb der Mittagzeit täglich einige Stunden pure Sonneneinstrahlung erhalten. Der Boden sollte locker, wasserdurchlässig, nährstoffreich, sandig und bestenfalls leicht lehmig sein. Lilien vertragen keine Staunässe und die Blumenzwiebeln beginnen bei übermäßiger Nässe schnell zu faulen. Auch ein gelegentliches Düngen sollte nicht ausbleiben. Hier eignen sich Blaukorn, Hornspäne oder organischer Dünger. Auch ein Blühdünger, der nach dem Ansetzen der ersten Knospen eingesetzt wird, ist überaus sinnvoll. Im Winter sollten Lilien mit Laub oder Stroh vor Frost geschützt werden. Die Pflanzen müssen besonders in der Wachstumsphase und in der Blühzeit regelmäßig gegossen werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Boden nie austrocknet, aber auch nicht übermäßig nass ist.

Die diversen Lilienarten sind unterschiedlich resistent auf Krankheitserreger und Schädlinge. Eine der drastischsten und bedrohlichsten Krankheiten ist die Stängelgrundfäule. Die einzige Maßnahme zum Schutz gegen die Krankheit, die die Lilie von innen her aushöhlt und absterben lässt, ist eine Impfung mit Trichoderma harzianum.
Eine weitere häufig vorkommende Lilienkrankheit ist der Grauschimmel. Braune und grüne Flecken befallen die Pflanze, woraufhin erst die Blüten verkrüppeln und im Anschluss die komplette Lilie abstirbt. Ein regelmäßiges Einpinseln mit Lavagesteinsmehl kann den Grauschimmel bekämpfen.
Bei einem Virenbefall ist die einzige Möglichkeit die komplette Vernichtung der befallenen Pflanzen, da es kein wirkungsvolles Bekämpfungsmittel gegen sie gibt. Zu den gefährlichsten, durch Viren ausgelöste, Krankheiten gehören die Gurkenmosaikkrankheit, die Rosettenkrankheit und die Ringfleckigkeit.

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