Holzzaun selber bauen

Wie bauen Sie einen Gartenzaun aus Holz selbst?

Der hölzerne Gartenzaun ist die einfachste und meist ausreichende Lösung für die Gartenbegrenzung. Er dient der Markierung des Grundstückes und der Zierde, einer gewissen Sichtbegrenzung und dem Schutz vor Tieren.

Die Auswahl des Holzes
Gut geeignet ist Tannen- oder Fichtenholz, es ist sehr preisgünstig. Lärchenholz ist härter, schöner und dabei etwas preisintensiver. Es hält jedoch länger. Dadurch kann sich der Preis über die Jahre kompensieren, wenn der Gartenzaun erneuert werden muss. Lärchenholz ist sogar ohne Holzschutzmittel sehr lange haltbar. Vor dem Zaunbau wird die Menge des benötigten Materials berechnet, sowohl der Latten als auch der Pfosten. Es gilt bei der Berechnung der Menge der Grundsatz, dass die Pfosten in einem Abstand von 2 bis 2,5 Metern voneinander stehen. Der Zwischenraum zwischen zwei Latten ist halb so breit wie eine Latte.
Pfosten und Latten sind im Baumarkt erhältlich. Das Holz ist in der Regel druckimprägniert und weist daher eine grünliche Farbe auf. Möchte man das Holz vor dem Vergrauen schützen, ist Wetterschutzglasur aufzutragen. Auch unbehandeltes Holz kann verwendet werden, es ist etwas günstiger und wird dann selbst imprägniert.
Es gibt eine große Auswahl an Fertigelementen, von Balken 8/20 bis 20/26 Zentimetern über Kanthölzer 6/20bis 18/18, Latten 2,4/4,8 bis 5/8, Bohlen ab 4 Zentimeter Dicke bis zu Brettern zwischen 1 bis 4 Zentimetern Dicke. Wofür Sie sich entscheiden, hängt von der Art des Gartenzauns ab, vor allem, wie stabil er sein muss und welche Optik er aufweisen soll. Das hängt auch davon ab, ob er eher frei steht oder von Sträuchern überwiegend verdeckt wird. Des Weiteren spielt die Bodenbeschaffenheit eine Rolle. Je breiter die Pfosten sind, desto aufwendiger ist das Einbringen in den Gartenboden.

Einbringen der Pfosten
Diese werden direkt im Erdboden in etwa 80 cm Tiefe eingegraben. Die Latten werden angenagelt. Diese Technik ermöglicht auf leichte Weise spätere Reparaturen. Zunächst werden die Pfosten vorbereitet, indem sie auf die passende Länge zugeschnitten und an der Oberseite abgeschrägt werden. Beim Einsetzen wird mit Eck- und Endpfosten begonnen. Die Abschrägungen zeigen dabei nach innen, damit Wasser von Holzverbindungen ablaufen kann. Pfosten können theoretisch auch einbetoniert werden, das wird aber nicht empfohlen. Eine gute Zwischenlösung sind Bodenhülsen an den Pfählen.
Nach dem Einsetzen stampfen Sie die Erde fest, nötigenfalls werden Pfosten mit Keilen befestigt.

Anbringen der Latten
An den Pfosten werden Riegel angenagelt, deren Enden auf den Pfosten aufliegen. Die Latten werden zugeschnitten, angeschrägt und anschließend im entsprechenden Abstand = halbe Lattenbreite angenagelt. Sollte der Zaun über 1,2 Meter hoch werden, benötigen die End- und Eckpfosten eine Verstrebung. Nach Beendigung dieser Arbeit wird der gesamte Gartenzaun mit Holzschutzmittel imprägniert.

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Spalierobst

Was muss ich beachten?

Früher waren sie in fast jedem Garten und an vielen Hausfassaden zu finden: kleine Bäume und Sträucher, die an den Wänden oder Zäunen gezogen wurden und für schmackhafte Früchte sorgten, das sogenannte Spalierobst. Leider ist diese Form des Obstanbaus in den letzten Jahrzehnten nahezu in Vergessenheit geraten. Dabei bietet Spalierobst eine wunderbare Möglichkeit, auf kleinstem Raum eigene Ernten von Äpfeln, Birnen, Kirschen, Himbeeren oder Pfirsichen einfahren zu können. Während ein Obstbaum viel Platz im Garten beansprucht, kann Spalierobst, das auch Säulenobst genannt wird, sogar auf Balkons in Töpfen gezogen werden. Grundlage ist ein Gerüst aus Holz, Metall oder Bambus, das Stamm und Zweige des Baums abstützt. Dabei werden die jungen, noch biegsamen Triebe des Baums so an dem Gerüst befestigt, dass sie im Laufe der Zeit die gewünschte Form erreichen. Es gibt unterschiedliche Formen, in denen die Pflanze gezogen wird, wie zum Beispiel die Säulenform, die U-Form, die Doppel-U-Form oder die V-Form. Inzwischen geht der Trend allerdings in Richtung der naturnahen Fächerform, die den Pflegeaufwand etwas erleichtert. An Hauswänden kann man außer Stützhilfen auch im Handel erhältliche Seilsysteme verwenden. Wichtig ist, dass der Abstand zwischen den einzelnen Befestigungspunkten weder zu weit noch zu dicht ist. Idealerweise beträgt er ca. 40 cm. Bei der Beschaffung des Gerüsts ist darauf zu achten, dass es so stabil ist, dass es auch die Belastung durch schwere, mit viel Obst behangene Zweige aushält.

Spalierobstbäume kauft man am besten in der Baumschule. Dort wird darauf geachtet, dass die Veredlungsunterlage des Baums nur schwach wachsend ist, damit der Baum auch an höheren Gerüsten gezogen werden kann und große Früchte hervorbringt. Die Seitenäste müssen paarig vom Hauptstamm abzweigen, wenn der Baum später eine schöne Form erreichen soll. Bei der Wahl der Sorte ist die Frage des zukünftigen Standorts wichtig. Während Äpfel und Birnen auch eine direkte Sonnenbestrahlung an einer Südwand gut vertragen, sollte man zum Beispiel für Mirabellen einen Ort wählen, der mehr im Halbschatten liegt. Gerade an Südwänden kann man Früchte ziehen, die normalerweise klimabedingt nicht überall wachsen, wie sonst in südlichen Regionen beheimatete Zitronen oder in nördlichen Regionen Weintrauben. Am besten lässt man sich in der Baumschule beraten, welches Obst sich für welchen Standort eignet.

Der Anbau von Spalierobst ist zeitaufwändiger als der von freiwachsenden Bäumen und bedarf besonderer Pflege. Die Pflanzen müssen regelmäßig gegossen und die neuen Triebe in Form gebracht und befestigt werden, überzählige Triebe sind laufend zu entfernen. Experten raten zu einem jährlichen Sommerschnitt, der die Blütenbildung angeregt. Da die Bäume auf engem Raum gezogen werden, sind sie anfälliger für Krankheiten wie Birnenrost oder Mehltau. Eine regelmäßige Kontrolle und Entfernung von Krankheitsherden sowie eine auf die Pflanze abgestimmte Düngung sind unerlässlich, will man eine gute Ernte erzielen.

Spalierobst bietet neben der Ernte von eigenen Früchten und dem engen Platzbedarf auch noch andere Vorteile. An Hauswänden gezogen tragen die Spalierobstbäume gerade im Sommer zu einem besseren Raumklima bei, da sie einen Teil der Sonnenwärme auffangen. Auf Balkonen dienen sie als Schutz vor Wind und Sonne, während sie an Zäunen gleichzeitig einen guten Sichtschutz bieten.

Weitere Informationen zu Sichtschutz im Garten finden Sie auf Gartentalk.net:

Sichtschutz durch Pflanzen

Sichtschutz mit Pflanzen

Ein Häuschen mit Garten, davon träumen die meisten. Und so klein er auch sein mag, gerade das eigene Gärtchen bedeutet individuelle Freiheit und Lebensqualität. Doch wo viele Menschen relativ dicht zusammen wohnen, kann es schon mal „eng“ werden. Nachbarn links, Nachbarn rechts, um seine Privatsphäre im Garten und auf der Terrasse ungestört genießen zu können, ist ein Sichtschutz oft unerlässlich. Zwar bieten Sichtschutzelemente aus dem Baumarkt fast sofortigen Schutz vor neugierigen Blicken, allerdings sind die vollflächigen Holzbauteile nicht jedermanns Sache. Und im Vergleich gibt es tatsächlich schönere und natürlichere Alternativen, um unerwünschte Blicke auszuschließen.

Um mit Pflanzen einen effektiven Sichtschutz zu gestalten, müssen die entsprechenden Gewächse sinnvollerweise eine gewisse Wuchshöhe und Blattdichte aufweisen. Bambus ist ein idealer pflanzlicher Sichtschutz. Allerdings eignet er sich nicht für die Begrünung ganzer Grundstücksgrenzen. Wo jedoch ein partieller Schutz genügt, um eine Terrasse oder einen Sitzplatz abzuschirmen beispielsweise, ist Bambus eine gute Wahl. Hoch und dicht wachsend eignet er sich auch als Kübelpflanze. Der Sichtschutz bleibt somit obendrein beweglich und variabel.

Oft ist es so, dass das gesamte Grundstück gegen die Blicke vorbeilaufender Passanten abgeschirmt werden soll, in diesem Fall ist eine Hecke eine ebenso schöne wie ökologische Lösung. Hier hat man die Wahl, ob man sich mit ganzjährig edler Optik oder mit jahreszeitlicher Veränderung umgeben möchte.

Als sommergrüner Strauch wird die Hasel gerne als Heckenpflanze verwendet, wo sie als Windschutz eine natürliche Alternative für Thujahecken darstellt.

Hecken aus immergrünen Thujen bieten ganzjährigen Sichtschutz in jeder gewünschten Wuchshöhe. Je größer die Thujen bereits sind, umso teurer sind sie auch. Wen das nicht schreckt, der kann sich binnen weniger Stunden einen mannshohen, absolut blickdichten Sichtschutz in den Garten setzen.

Die interessantere Alternative zur ökologisch relativ „wertlosen“ Thuja ist die Vogelhecke. Für die Vogelhecke werden sogenannte Wildsträucher im losen Verbund gepflanzt. Obwohl der Name es vermuten ließe, Wildsträucher werden nicht direkt der Natur entnommen, sondern ganz normal über Pflanzenmarkt und Baumschule bezogen.
Charakteristisch für Wildsträucher ist der Wechsel ihrer Vegetationsphasen: Im Frühling blühen sie üppig, im Herbst tragen sie essbare Beeren und herrlich gefärbtes Laub. Beides gefällt in der Regel nicht nur den Menschen, sondern besonders auch Insekten und Vögeln, die von der Hecke leben und teilweise auch in ihr brüten.

Bis diese Bepflanzung wirklich blickdicht ist, dauert es vergleichsweise lange. Dafür macht es aber wirklich Spaß, der bunten Vogelhecke im Jahresverlauf beim Wachsen zuzusehen.

Sichtschutz Weide

Natürlicher Sichtschutz aus Weide

Seit Menschen Grundstücke abgrenzen, gehörten verschiedene Naturmaterialien wie Holz und Steine zu den Bauelementen, die sich für die Errichtung sowohl eines Sichtschutzes als auch als Eingrenzungen eigneten. Nicht nur durch das Übereinanderlegen von starken Ästen und Holzstämmen sowie das Schichten von Steinen zu Mauern, sondern auch durch das Flechten der biegsamen Weidenruten entstanden entsprechend geeignete Elemente. Die Sichtschutze aus Weide sind charakterisiert durch die spezielle Färbung der Weidenruten und eignen sich hervorragend, um dem Ambiente im Garten ein zusätzliches natürliches Flair zu verleihen. Außerdem lassen sich Sichtschutze aus Weide leicht biegen und an den unterschiedlichsten Stellen mit einigen wenigen Handgriffen befestigen. Bei den Flechttechniken kann entweder senkrecht oder waagerecht gearbeitet werden, sodass sich jeweils eine abweichende Struktur ergibt. Wegen der attraktiven Optik begeistern sich immer mehr naturverbundene Gartenbesitzer für einen naturnahen Sichtschutz aus Weidenruten. In Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Weidenzweige, von denen möglicherweise sogar noch ein Austreiben erwartet werden kann, entsteht ein schöner begrünter Weidensichtschutz.
Die Weide hat neben den anderen Baumaterialien ihre Bedeutung als natürlicher Sichtschutz bis in die heutige Zeit behalten, denn geflochtene Sichtschutzmatten aus Weidenruten sind nicht nur überaus dekorativ, sondern auch witterungsfest. Die attraktiven Sichtschutzmatten werden aus einzelnen Weidenruten hergestellt, die in speziellen Flechttechniken untereinander verbunden werden, sodass Begrenzungen verschiedenartiger Breiten und Höhen entstehen. Um die Festigkeit und Widerstandsfähigkeit der Sichtschutzsegmente zu verstärken, erfolgt die moderne Herstellung in der Art und Weise, dass Einflechtungen aus rostfreiem, verzinktem Draht eine zusätzliche Verstärkung gewährleisten. Um einen enorm dichten Sichtschutz zu erzielen, können die Weidenmatten gleichsam doppellagig nebeneinander befestigt werden.
Im Handel werden unterschiedlich starke Sichtschutzmatten überwiegend aus den Ästen des Haselnussstrauches und der gemeinen Weide angeboten. Diese sind sehr biegsam und je nach Stärke der eingesetzten Weidenruten und deren Dichtigkeit beim Verflechten sind die Matten extrem blickdicht und belastbar. Die Sichtschutzmatten aus Weidenmaterialien sind auf Grund des natürlichen schmalen Wuchses der Weidenäste zu den Enden hin nicht hundertprozentig gleichmäßig. Insbesondere an den Seitenbereichen der Matten tritt eine eher niedrigere Blickdichte auf.
Die Haltbarkeit der Sichtschutzmatten aus diesem traditionellen Naturrohstoff ist abhängig von der Stärke der einzelnen Weidenruten. In einer eher geschützten Zone kann davon ausgegangen werden, dass diese Sichtschutze etwa 5 bis 8 Jahre attraktiv bleiben. Weidenruten gewährleisten wegen ihrer Biegsamkeit eine ausgezeichnete Robustheit gegen Wind und Wetter.

Weitere Möglichkeiten für einen Sichtschutz im Garten: