Teichgröße

Finden Sie die optimale Gartenteichgröße

Der Traum vieler Gartenbesitzer ist ein schöner Gartenteich, der gleich drei Vorteile miteinander verknüpft. Erstens setzt er im Garten einen hübschen und interessanten Akzent, zweitens wirkt er wohltuend und entspannend, drittens ermöglicht er den Einsatz ungewöhnlicher Pflanzen und stellt ein gesamtes Ökosystem im Kleinen dar.

Teichlandschaft

Einen Teich selbst zu bauen ist gar nicht so schwer, aber dem Bau sollte eine gründliche Planung vorangehen. Die erste Frage ist die nach der Größe des Teiches. Viel hängt hierbei natürlich von der Grundstücksgröße ab. So fügt sich ein sehr großer Teich beispielsweise nicht harmonisch in einen kleinen Garten ein, sondern würde die Fläche optisch erdrücken. Andererseits gilt aus biologischen Gründen durchaus die Regel: Je größer, desto besser. Denn erst ab einer Wassertiefe von etwa 80 cm und einer Fläche von 15 Quadratmetern kann sich im Teich ein biologisches Gleichgewicht bilden, dass es dem Wasser ermöglicht, sich selbst zu reinigen. Auch der Sauerstoffgehalt eines größeren Teiches ist stabiler, wenn zum Beispiel lange die Sonne scheint und Wasser verdunstet.
Die Größe spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn Fische im Teich gehalten werden sollen. Bei einer Tiefe von unter 80 cm besteht schnell die Gefahr einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Außerdem können die Fische in einem flachen Teich nicht überwintern, weil er bis zum Grund zufriert und die Fische, die eigentlich am Grund Winterruhe halten, erfrieren. In einem solchen Fall müssen die Fische vor dem Frost aus dem Teich genommen werden und in einem Aquarium überwintern.
Teichfilter und Teichpumpen helfen in kleinen Teichen, eine biologische Balance herzustellen. Der Kauf sollte mit einer Beratung verbunden sein, damit die Geräte und die Teichgröße aufeinander abgestimmt werden können.
Bei der Planung empfiehlt es sich den Garten abzugehen und in Gedanken mögliche Optionen durchzuspielen. Ein Platz im Halbschatten ist für kleinere Teiche anzuraten, damit die Sonne nicht zu viel Wasser verdunstet, während größere Teiche mehr Sonne vertragen um das Wasser durchzuwärmen. Die gewünschte Bepflanzung spielt bei der Planung der Größe ebenfalls eine Rolle: Je mehr Pflanzen, desto mehr Raum benötigen sie.
Wenn alle diese Fragen und Gegebenheiten in die Planung eingeflossen sind, steht dem Bau des Gartenteiches nichts mehr im Wege.

Teichschlammsauger

Wie entfernen Sie den Schlamm aus Ihrem Teich?

Ein Gartenteich ist eine Senke. In der Natur wird jede Senke im Laufe der Zeit gefüllt. Bei einem Gartenteich verläuft dieser Vorgang besonders schnell, denn das ganze Jahr über und verstärkt im Herbst werden Blätter und andere Teile der Pflanzen des Gartens in den Teich verfrachtet. Hier sinken sie langsam ab und bilden die Grundlage für die Schlammentstehung. Aber nicht nur die Landpflanzen tragen zur Bildung des Schlamms im Teich bei. Insbesondere Algen, die nur einen kurzen Lebenszyklus haben, können die Schlammentstehung massiv beschleunigen. Zu guter Letzt tragen auch noch die Ausscheidungen des Fischbesatzes zu der Bildung von Teichschlamm bei.

Schlamm ist weniger wegen seines Volumens, dass insgesamt zu einer Verringerung der Teichtiefe führt, ein Ärgernis. Der organische Teichschlamm ist vielmehr in ­mehrerer Hinsicht schädlich für die Lebensgemeinschaften in einem Teich. Wenn organische Stoffe wie Blätter oder tote Algen auf den Grund abgesunken sind, fallen sie der Verwesung anheim. An der Grenzfläche des Schlamms zum Wasser des Teiches findet die Zersetzung unter Beteiligung von Sauerstoff statt, ein sogenannter aerober Vorgang. Der Sauerstoff, der für die Zersetzung benötigt wird, steht dann den Fischen nicht mehr zur Verfügung. Der Besatz kann durch den eintretenden Sauerstoffmangel geschädigt werden. Wenn die Schlammschicht eine gewisse Dicke erreicht hat, kann der Sauerstoff aus dem Teichwasser die organischen Stoffe nicht mehr erreichen. Dann erfolgt eine Faulung, ein langsamer Prozess, der anaerob, ohne Sauerstoff, stattfindet. Bei der Faulung können giftige Faulgase und Methan entstehen, die ebenfalls schlecht für den Besatz sind. Eine dicke Schlammschicht mit ihrem hohen Anteil an organischen Stoffen ist außerdem ein guter Dünger für Algen. Ihr Wachstum verstärkt sich, was einen Teufelskreis aus Algenwachstum, Algensterben und erhöhter Schlammbildung in Gang setzt. Der Schlamm muss also entfernt werden.

Hierzu kann der Teich in regelmäßigen Abständen abgefischt werden, das Wasser kann entfernt werden und anschließend lässt sich der Teichschlamm mit einer Schaufel mühsam entnehmen. Mit etwas Glück und viel Vorsicht kann es dabei sogar gelingen, die Teichfolie nicht zu beschädigen. Dieses Vorgehen ist zeitraubend, anstrengend und nicht ungefährlich für den Teich. Stattdessen ist es wesentlich bequemer, für die Räumung des Teiches einen Teichschlammsauger zu verwenden.

Mit einem Teichschlammsauger entfällt die Notwendigkeit, das Wasser aus dem Teich zu lassen. Ein Teichschlammsauger funktioniert im Prinzip wie ein Industrienasssauger, der unter Wasser eingesetzt wird. Die Saugleistung eines Teichschlammsaugers ist ausreichend, um feste Partikel wie Blätter und die Überreste von Pflanzen zusammen mit dem Schlamm aufzunehmen. Um Schädigungen am Besatz zu verhindern, kann die Saugleistung reguliert und der Öffnungsgrad am Ansaugstutzen eingeregelt werden. Die festen Bestandteile setzten sich im Tank des Schlammsaugers ab, das Wasser kann nach einer Filtration zur Gartenbewässerung eingesetzt oder auch direkt zurück in den Teich geleitet werden. Durch unterschiedliche Düsen lässt sich der Sauger an die Sedimentstruktur anpassen und ganz auf die Bedürfnisse des zu reinigenden Teiches einstellen.